Facelift

Facelifts: Wie durch man durch Gesichtstraffung jünger wirkt

In der heutigen Zeit ist es kein Problem mehr, auch als Nicht-Promi Schönheitsoperationen durchführen zu lassen. Neben einer Brustvergrößerung greifen vor allem viele Frauen auch gerne auf das Lifting zurück. Lifting soll helfen, die Zeichen der Zeit zu vertuschen und wird im Bereich des Anti-Aging immer beliebter. Ein gutes Facelifting kann einen optisch durchaus um 10 Jahre verjüngen.





Welche Faktoren beeinflussen die Hautalterung?

 

Im Laufe der Jahre ist die Haut vielen inneren und äußeren Faktoren ausgesetzt, die sie strapazieren und schneller altern lassen. Sowohl übermäßiges Sonnenbaden als auch Rauchen können dafür sorgen, dass die Haut schneller altert. Auch ein ungesunder Lebenswandel kann dazu führen, dass die Haut schneller altert als sie eigentlich sollte. Sie verliert an Straffheit und sorgt dafür, dass man älter aussieht als man eigentlich ist. Mit einem Facelift bekommt man ein wenig seiner Jugendlichkeit zurück.

 

Was passiert wenn die Haut altert?

 

Viele Frauen fürchten sich davor, Falten im Gesicht zu bekommen. Dass Handeln angesagt ist, erkennt man daran, dass die Haut immer trockener wird, stumpf und rau aussieht, es kommt zu Juckreiz, Falten und Pigmentflecke entstehen.

 

Alles, was wir erleben, hinterlässt Spuren - am deutlichsten auf unserer Haut. Diese "Spuren der Zeit" entstehen dadurch, dass die Anzahl an Kollagenfasern mit der Zeit sinkt. Kollagen sogt dafür, dass das Gewebe stabil ist; Elastin macht die Haut elastisch. Wenn sich die Zellen der Oberhaut nur noch alle 50 anstatt alle 27 Tage teilen, werden Haut und Unterhautfettgewebe dünner und der Wasser- und Fettgehalt der Haut nimmt ab. Erkennen kann man die Folgen davon meistens erst ab Mitte 30, obwohl der Prozess der Hautalterung schon mit Mitte 20 einsetzt.

 

Welche Bereiche können gestrafft werden?

 

Den Anzeichen von Hautalterung kann man mit verschiedenen Methoden des Facelifting entgegen wirken. Unterschieden wird bei der Gesichtsstraffung zunächst in die einzelnen Bereiche, die gestrafft werden sollen.

 

Kleines Facelift: Straffung von Wangen- und Nasolabialbereich

 

Mittleres Facelift: zusätzliche Straffung von Kiefer und Hals

 

Großes Facelift: Straffung des kompletten Gesichts

 

Was ist das Ziel beim Facelifting?

 

Je nachdem ob man sich für ein kleines, ein mittleres oder ein großes Facelift entscheidet, werden unterschiedliche Ziele verfolgt. Im Vordergrund steht dabei immer, die Haut zu straffen und dadurch jünger aussehen zu lassen. Durch das Entfernen von überschüssigem Gewebe - Haut, Muskeln und Fett - sowie eine Straffung des restlichen Gewebes sollen Zeichen der Zeit verschwinden.

 

Zielgruppen der Gesichtsstraffung

 

Bevor man sich einem Lifting unterzieht, sollte man gut darüber nachdenken. Immerhin handelt es sich um einen Eingriff, der die Gesichtszüge wesentlich beeinflussen kann. Zwar kann man eine Gesichtsstraffung bereits ab Erreichen der Volljährigkeit durchführen lassen, empfehlenswert ist dies aber nicht.

 

Meistens entscheiden sich Patienten im Alter zwischen 40 und 60 Jahren für eine Gesichtsstraffung. Wie erfolgreich die Schönheitsoperation ist, ist stark davon abhängig, ob die Haut im Alter für einen solchen Eingriff noch elastisch genug ist.

 

Welche Komplikationen kann es beim Facelifting geben?

 

Die größte Gefahr, die es beim Lifting gibt, ist eine Überkorrektur. Deshalb sollte man sich auch nur in die Hände eines erfahrenen Schönheitschirurgen begeben, sonst kann eine zu stark gestraffte Haut für ein unnatürliches Erscheinungsbild sorgen. Weitere Komplikationen - die aber nur in Ausnahmefällen auftreten und deren Risiko minimiert ist wenn man bei einem erfahrenen Schönheitschirurgen in Behandlung ist - sind folgende:

 

- Infektionen

 

- Taubheitsgefühle und temporäre Schwellung

 

- Wundheilungsstörungen und Narben

 

- Veränderung der Mimik (bei der Behandlung durch einen erfahrenen Chirurgen so gut wie ausgeschlossen)

 

Facelifting funktioniert auch ohne Operation

 

Üblicherweise beschreibt Facelifting einen operativen Eingriff, bei dem überschüssiges Gewebe entfernt und verbleibendes Gewebe gestrafft wird. Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine Gesichtsstraffung ohne Operation durchführen zu lassen.

 

Facelifting mit Aptos-Fäden

 

Beim Mini-Facelift mit Aptos-Fäden werden dünne Fäden, die mit kleinen Häkchen versehen sind, tief unter die Haut gezogen. Das Ergebnis ist eine deutliche Gewebestraffung. Durchgeführt wird das Lifting mit Aptos-Fäden unter lokaler Betäubung. Die Vorteile sind, dass es keine sichtbaren Narben gibt und dass die natürlichen Gesichtszüge erhalten bleiben. Und auch der Kostenaufwand ist deutlich geringer als bei einem herkömmlichen Facelift.

 

Facelifting mittels Lipolifting

 

Beim Lipolifting werden Falten aufgefüllt indem Eigenfett unter örtlicher Betäubung den Knien, den Oberschenkeln oder dem Bauch entnommen und in kleinen Portionen unter die Haut gespritzt wird. Das Fett, das beim Eingriff nicht gebraucht wurde, wird tiefgefroren und für zwei Jahre im Falle einer Nachbehandlung aufbewahrt.

 

So verläuft die Operation beim Lifting

 

Ein Lifting ist kein kleiner Eingriff, darüber sollte man sich bewusst sein und eine solche Entscheidung nicht leichtfertig treffen. Wichtig ist auch ein vorheriges Beratungs- und Aufklärungsgespräch mit einem Schönheitschirurgen.

 

Ein Facelifting kann mehr als fünf Stunden dauern und belastet den Organismus. Facelifting - im Fachbereich als Deep Face Composite Facelift (DCFL) bezeichnet - erfordert eine genaue Analyse des Gesichts, damit der Operationsverlauf optimal gesteuert werden kann. Die genaue Schnittführung und der Ablauf der Operation werden für jeden Patienten individuell festgelegt.

 

Prinzipiell wird beim Facelift vom Haaransatz vor dem Ohr um das Ohrläppchen auf der Rückseite des Ohres bis hin zum oberen Drittel und anschließend etwa 5 cm entlang dem Haaransatz nach unten der Schnitt geführt. Dabei wird die Wangenhaut um etwa 2-3 cm abgehoben. Nun wird eine Bindegewebsschicht durchtrennt und von der darunter liegenden mimischen Muskulatur bis zur Nasolabialfalte stumpf abgehoben. Danach wird noch die überstehende Haut getrimmt und mit feinen Nähten fixiert.

 

Das Facelifting wird normalerweise unter Vollnarkose durchgeführt. Nur in Ausnahmefällen kann die Operation auch mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Nach dem Eingriff sollte man sich noch mehrere Tage Ruhe gönnen; die Heilungszeit dauert durchschnittlich 8 bis 12 Tage.

 

Bei einem Stirn- und Augenbrauenlift hingegen wird der Schnitt von zwei etwa 5 cm langen Incisionen aus rechts und links in der Stirnhaargrenze vorgenommen. Sollte nur eine Halsstraffung gewünscht sein, wird der Schnitt im Schläfenbereich verkürzt. In den meisten Fällen ist aber ein zusätzlicher Schnitt von etwa 4 cm Länge unter dem Kinn erforderlich, damit die Schicht Fettgewebe entfernt werden und der flache Halsmuskel gestrafft werden kann.

 

Die Vorbereitung: An was muss gedacht werden?

 

Natürlich führt man Wochen bis Tage vor dem Eingriff ein ausführliches Gespräch mit seinem behandelnden Arzt. Allerdings muss man auch selbst einige Dinge vorbereiten. Dazu gehört folgendes:

 

- Aspirin: mindestens 14 Tage vor der Gesichtsstraffung muss auf Aspirin, ASS sowie schmerz- und fiebersenkende und andere blutgerinnungshemmende Medikamente verzichtet werden. Zur Sicherheit sollten auch Vitamin E und Gingko Biloba abgesetzt werden. Am besten, Sie weisen Ihren Arzt darauf hin, welche Medikamente Sie üblicherweise nehmen. Eigenmächtig sollten Medikamente aber nicht abgesetzt werden, sondern nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt.





 

- Menstruation: Weibliche Patienten sollten darauf achten, dass sie während des Operationszeitraumes nicht ihre Regelblutung haben.

 

- Impfungen: Zwei Monate vor und nach der Operation dürfen keine Impfungen durchgeführt werden.

 

- Krankheiten: Frühere und chronische Krankheiten sowie bisherige operative Eingriffe sollten dem Chirurgen mitgeteilt werden.

 

- Essen und Trinken: Sollte das Facelifting unter Vollnarkose durchgeführt werden, darf am Abend vor der Operation ab 22 Uhr nichts gegessen und getrunken werden. Auch auf das Lutschen von Bonbons, das Kauen von Kaugummi und Rauchen muss verzichtet werden.

 

- Reinigung: Am Morgen des Eingriffs sollte das Gesicht gründlich mit Wasser und desinfizierender Seife gewaschen werden. Danach dürfen weder Salben noch Cremes, Kosmetika oder Ähnliches aufgetragen werden.

 

Nach der Operation: Wie sollte man sich verhalten?

 

Auch nach der Operation gibt es einiges, das beachtet werden muss. So darf der angelegte Verband nicht entfernt oder selbständig verschoben werden. Damit es nicht zu Infektionen kommt, sollten die Hände aus dem Gesicht bleiben. Direkt nach der Operation sollte man sich selbst strenge Bettruhe verordnen. Medikamente gegen eventuelle Schmerze dürfen nicht eigenmächtig genommen werden. Ebenso wichtig ist ausreichendes Trinken.

 

Nach der Operation gilt das strikte Rauch- und Alkoholverbot weiterhin. Erst nach 8 Wochen darf wieder mit Sport begonnen werden. Auf Duschen ist etwa eine Woche lang zu verzichten. Zwar werden 10 bis 14 Tage nach der Operation die Nähte gezogen, ein endgültiges Ergebnis darf man aber erst nach 6 Monaten erwarten. Frische Operationsnarben dürfen übrigens für mindestens zwei bis drei Monate nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

 

Wie hoch sind die Kosten beim Lifting?

 

Im Vorfeld sollte man sich am besten auch mit den Kosten, die mit einem Lifting auf einen zukommen, auseinandersetzen. Diese können je nach Klinik stark variieren. Die durchschnittlichen Kosten für ein Lifting sehen wie folgt aus:

 

Großes Facelifting ca. 3.950 Euro bis 10.000 Euro

 

Kleines Facelifting ca. 3.500 Euro bis 6.000 Euro

 

Minilifting (Wangen) ca. 3.250 Euro bis 4.250 Euro

 

Stirnlifting ca. 2.300 Euro bis 3.500 Euro

 

Halsstraffung ca. 2.250 Euro bis 4.500 Euro