Brustvergrösserung

Brustvergrösserung: Preise und Risiken einer Vergrösserung der Brust

Brustvergrösserungen sind mittlerweile einer der häufigsten Gründe, warum Frauen einen Schönheitschirurgen aufsuchen. Auch wenn in den USA die Anzahl an Brustvergrösserungen, die jährlich durchgeführt werden, mit 317.000 ziemlich hoch ist, steht Europa dem in nichts nach. Schließlich ist dort die Brustvergrösserung auf Platz 1 der beliebtesten Operationen.

Allerdings sollte man eine Brustvergrösserung niemals durchführen lassen, ohne sich zuvor ausgiebig mit diesem Thema auseinandergesetzt zu haben. Ein solcher Eingriff beeinflusst immerhin das restliche Leben und kann auch nicht so ohne weiteres rückgängig gemacht werden.





Welche Ziele werden mit einer Brustvergrösserung verfolgt?

Frauen, die sich für eine Brustvergrösserung entscheiden, sind mit ihrer Natur gegebenen Oberweite unzufrieden. Bei vielen kommt diese Unzufriedenheit etwa nach einer hohen Gewichtsreduktion, wenn sie auch an Brustgewebe abgenommen haben. Allerdings sollte eine solche Entscheidung niemals leichtfertig getroffen werden, sondern gut durchdacht sein. Wichtig ist auch, einen Arzt zu finden, der einen von Anfang an gut betreut und einem mit Rat und Tat zur Seite steht. Denn nur die wenigsten Frauen wissen von Anfang an, wie sie sich ihr neues Traum- Dekolleté vorstellen. Eine individuelle Beratung und das Aufzeigen aller Möglichkeiten steht deshalb an erster Stelle und hilft einem auch dabei, einen Arzt zu finden, der gerne auf die Wünsche seiner Patientin eingeht.

 

Das vorrangige Ziel bei einer Brustoperation ist natürlich, eine harmonische Silhouette sowie ein attraktives Dekolleté zu zaubern. Nach Möglichkeit sollte das Ergebnis auch natürlich aussehen, so dass man im ersten Moment nicht merkt, dass ein wenig nachgeholfen wurde. Das Wichtigste ist jedoch, dass die Patientin mit dem Ergebnis der Brustvergrösserung zufrieden ist.

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

 

Für eine Brustvergrösserung können Frauen sich nur dann entscheiden, wenn sie das 18. Lebensjahr erreicht haben, also volljährig sind. Das ist wichtig, weil erst dann das Körperwachstum abgeschlossen sein kann. Zudem muss man in einer allgemein guten gesundheitlichen Verfassung sein. Sehr schlanke Frauen sollten bedenken, dass sich das Implantat hinterher stärker abzeichnen kann. Auch die psychische Verfassung spielt eine große Rolle, denn ein solcher Eingriff bringt viele Veränderungen mit sich. Auf keinen Fall sollten Frauen sich ihre Brüste vergrößern lassen, um ihrem Partner dann besser zu gefallen. Nur dann, wenn die Frau die Entscheidung selbst fällt, weil sie mit ihrer momentanen Oberweite nicht zufrieden ist, kommt eine Brustvergrösserung infrage.

 

Was kostet eine Brustvergrösserung?

 

Da es sich bei einer Brustvergrösserung um eine Schönheitsoperation handelt, die einiges an Fachwissen seitens des behandelnden Arztes voraussetzt und eine individuelle Betreuung fordert, sollte man sich auf Kosten in vierstelliger Höhe einstellen. Je nachdem inwieweit die Brust vergrößert werden soll, welche Operationsmethode infrage kommt und wie die Nachbetreuung aussieht, kann es einige Preisunterschiede geben. Im Schnitt liegen die Kosten für eine Brustvergrösserung zwischen 5.000 und 6.800 Euro.

 

Die Kosten für eine Brustvergrösserung beinhalten folgendes:

- Vorsorge: Beratung, Arztgespräche, Untersuchungen und Laborkosten

- Eingriff: Operationskosten inklusive erforderliche Materialien und Medikamente

- Nachsorge: Nachuntersuchungen, Aufenthalt in der Klinik, Hilfsmittel wie Stütz-BHs

 

Zwar gibt es die Möglichkeit, eine Brustvergrösserung im Ausland durchführen zu lassen und dadurch Kosten zu sparen, ein solcher Schritt sollte aber wohl überlegt sein. Nur dann, wenn der Arzt einen guten Ruf hat und zum Beispiel mit Ärzten in Deutschland zusammenarbeitet, so dass eine individuelle Nachsorge möglich ist, sollte man sich hierfür entscheiden.

 

Im Übrigen kann es sich auch lohnen, bei seiner Krankenkasse hinsichtlich einer Kostenbeteiligung nachzufragen. Sofern eine medizinische Notwendigkeit für die Brustvergrösserung vorliegt, kann es sein, dass man eine Bezuschussung bekommt. In der Realität ist dies aber nur selten der Fall.

 

Welche Brustimplantate gibt es?

 

Da es vor einer Brustoperation viel zu klären gibt, ist es wichtig, sich einem Schönheitschirurgen anzuvertrauen, der dieses Vertrauen zu schätzen weiß und einen individuell berät. - Zum Beispiel, was die Entscheidung für bestimmte Brustimplantate anbelangt. Heutzutage gibt es zwei gängige Formen an Brustimplantaten: runde und anatomische Implantate

 

Runde Brustimplantate wölben den oberen Teil der Brust nach oben - ähnlich wie bei einem Push-up-BH. Das Ergebnis - eine volle, sexy Brust. Allerdings gibt es einen Nachteil - im unbekleideten Zustand kann man relativ schnell erahnen, dass hier Brustimplantate eingesetzt wurden.

 

Anatomische Brustimplantate sind in Tropfenform gehalten - demnach ist der obere Teil weniger gefüllt als der untere. Der Einsatz eines solchen Implantats sorgt für ein natürlicheres Ergebnis und wird von immer mehr Frauen bevorzugt.

 

Man unterscheidet bei Brustimplantaten aber nicht nur die Form, sondern auch nach dem verwendeten Material. Als Füllmaterial gibt es Silikongel und Kochsalzlösungen. In einigen Fällen kommt auch Hydrogel zum Einsatz. Ein großer Unterschied: Brustimplantate mit Kochsalzlösung werden erst gefüllt, nachdem sie in die Brust eingesetzt wurden. Das hat den Vorteil, dass meistens ein sehr kleiner Schnitt während der Operation genügt. Allerdings kann mit der Zeit etwas der Füllung austreten, was zu einem spürbaren Volumenverlust und einer vermehrten Faltenbildung führen kann. Ganz zu schweigen davon, dass solche Implantate dadurch, dass sie sich härter anfühlen, unnatürlicher wirken.





 

Mögliche Risiken und Komplikationen bei einer Brustvergrösserung

 

Normalerweise sollte eine Brustvergrösserung ohne Komplikationen verlaufen, doch mit jedem operativen Eingriff setzt man sich einem Risiko aus. Allerdings halten sich diese meistens in Grenzen - vor allem dann, wenn man sich in die Hände eines erfahrenen Chirurgen begibt. Dennoch wollen wir hier zeigen, welche Risiken mit einer Brustvergrösserung verbunden sein können:

 

- Kapselfibrose (Kapselverhärtung, die zu Schmerzen, Verlagerung des Implantats und zur Brustverformung führen kann)

- Gefühlsbeeinträchtigungen an der Brustwarze

- Wundheilungsstörungen

- Blutergüsse

- Infektionen

 

Damit ein zusätzliches Gesundheitsrisiko durch eine Narkose ausgeschlossen werden kann, muss der Arzt über alle aktuellen Beschwerden und Krankheiten sowie Medikamenteneinnahmen informiert werden.

 

Die Operation

 

Beim Einsetzen von Brustimplantaten gibt es drei unterschiedliche Operationsmethoden, die sich danach richten, wo der Schnitt erfolgt:

- inframammär (Falte unterhalb der Brust): Das Brustimplantat kann über eine 3 bis 4 cm lange Öffnung in der Brustfalte einfach sowie sicher unter oder über den Brustmuskel geschoben werden.

- transaxillär (Achselhöhle): Hier erfolgt der Schnitt über die Achselhöhle. Mit einem etwa 3 cm langen Schnitt wird ein Minitrichter zur Brust gelegt und so das Implantat auf oder unter dem Muskel platziert. Dadurch ist der Schnitt kaum sichtbar.

- periareolär (Brustwarze): Bei dem Zugang über die Brustwarze wird ein halbmondförmiger Schnitt um den Brustwarzenvorhof herum gemacht und das Implantat in eine präparierte Tasche platziert. Diese Methode ist aber nur bei kleinen Brustimplantaten möglich.

 

Es gibt auch Methoden, die eine Brustvergrösserung ganz ohne operativen Eingriff ermöglichen. Dazu gehört in etwa ein Volumenaufbau mit körpereigenen Fettzellen oder die Injektion von Hyaluronsäure.

 

Wann müssen Brustimplantate gewechselt werden?

 

Wenn es bei alten Brustimplantaten zu einer Kapselverhärtung kommt, ist ein Implantatwechsel erforderlich. Denn die Folgen einer Kapselfibrose zeigen sich nicht nur durch Schmerzen, sondern auch durch eine Deformierung der Brust. Auch dann, wenn die Brust nach der Brustvergrößerung schmerzt, es zu einer Implantat-Infektion oder einer Verschiebung kommt, kann ein Wechsel der Brustimplantate erforderlich sein.

 

Bei einem Implantatwechsel wird meistens die alte Narbe als Zugang gewählt. Das Implantat sollte an eine andere Stelle gesetzt werden, so dass eine neue Tasche gebildet wird. Nach dem Implantatwechsel wird für etwa sechs Wochen ein BH mit einem angepassten Gurt getragen. Ähnlich wie bei der Brustvergrößerung, ist auch nach dem Implantatwechsel Bettruhe wichtig.

 

Vorsorge und Nachsorge

 

Für ein schönes Ergebnis spielen Vorsorge und Nachsorge eine große Rolle. Das Beste ist, man klärt mit seinem behandelnden Arzt, ab wann Medikamente vor dem Eingriff abgesetzt und mit dem Genuss von Alkohol und Zigaretten aufgehört werden sollte.

 

Bei der Nachsorge ist entscheidend, Geduld zu haben. Das eigentliche Ergebnis ist erst Wochen nach der Brustvergrösserung sichtbar. Während dieser Zeit gibt es einige Einschränkungen und Dinge, auf die geachtet werden sollte:

 

- keine sportliche Betätigung und körperliche Belastung

- Tragen eines speziellen Stütz-BHs

- Narbenpflege mit Salben und Pflaster

- eventuell Brustmassagen

- kein Nikotingenuss

- Verzicht auf Sauna, Dampfbad, Solarium und Sonnenbäder

 

Um den Heilungsverlauf zu kontrollieren, sind Nachuntersuchungen erforderlich. - Idealerweise nach einer Woche, einen Monat, drei Monaten und einem Jahr.