Fettabsaugung

Liposuktion: Fettabsaugung

Zu 99% dient das Fettabsaugen am Bauch nur ästhetischen Gründen. Nur ganz wenige Eingriffe werden aus medizinisch notwendigen Gründen vorgenommen. Leider denken viele Patienten anders, aber: Das Fett absaugen ist keine Methode um das Körpergewicht zu reduzieren. Eine Diat, Sport oder gesunde Ernährung kann eine Liposuction nicht ersetzen. Sie kann aber Problemzonen und Polster ausgleichen und so die Körpersilhouette deutlich verschönern. So lassen sich bessere Konturen erzielen und das Gesamtbild wird harmonischer.



Es lassen sich Problemzonen wie kleine Reiterhosen der Oberschenkel, der Bauch und das Kinn (z.B. bei einem Doppelkinn) glätten oder reduzieren. Diese Operation gehört zu den schwierigsten in der plastischen Chirurgie und erfordert viel Erfahrung des Operateurs. Oft ist auch eine Nacharbeit des operierten Körperbereichs notwendig.

 



Vorher/Nachher – Wann macht die Fettabsaugung Sinn

Bei der Fettabsaugung werden Fettzellen vom restlichen Körpergewebe abgetrennt und entfernt. Einmal entfernte Fett-Zellen wachsen nicht nach. Das ist der Grund warum eine einmal erstellte Körperkontur per Fettabsaugung immer erhalten bleibt. Die im Körper verblieben Zellen können aber natürlich weiterhin wachsen und „Fett speichern“. Das heisst: Führt der Patient seinem Körper nach gelungener Operation dauerhaft mehr Kalorien zu als der Körper verbraucht, dann lagert der Körper überschüssige Energie in den im Körper verbliebenen Fettzellen ein. Es können also neue Fettpolster, in anderen Körperarealen entstehen, oder die noch verbliebene Fettzellen des operierten Körperbereichs können wieder „dicker“ werden.

 

Daher ist es wichtig das Patienten eine Fettabsaugung nicht als Ersatz für eine Diät oder andere Wege zum abnehmen sehen. Eine Operation sollte frühestens ins Auge gefasst werden, wenn die Problemzonen auch bei einer Diät oder sportlicher Betätigung nicht weniger werden. Wer Gewicht verlieren und schlanker werden möchte, für den ist die Liposuktion die falsche Wahl. Sie macht nur Sinn um den Körper zu glätten und die Erscheinung zu verbessern.

 

Die Operation: Tumeszenz Technik ist aktueller Standard

Im Rahmen der Tumeszenz-Operationsmethode wird in das zu entfernende Körperareal eine grössere Menge Flüssigkeit eingeführt. Dies geschieht mittels einer Pumpe oder es wird eingespritzt. Die noch harten Fettzellen saugen die Flüssigkeit in sich auf wie ein Schwamm und erweichen. Dadurch bilden Sie eine gleichförmige,w eiche Masse und lassen Sie sich leichter vom restlichen Bindegewebe ablösen und absaugen. Die eingespritzte Lösung enthält zum grössten Teil Kochsalz. Aber auch lokale Betäubungsmittel, Andrenalin und weitere Medikamente können enthalten sein. Um die Lösung ins Körpergewebe zu bekommen, muss der Arzt einige Einschnitte vornehmen um die Kanüle einführen zu können. Durch diese erfolgt dann das einspritzen oder einpumpen. Dieser Moment kann der einzige, kurz schmerzhafte Moment der OP sein. Das Gewebe wird durch die eingespritzte Flüssigkeit maximal gedehnt und kann nach einer Einwirkzeit von 20-60 Minuten durch die gleichen Öffnungen abgesaugt werden. Anschliessend werden die Schnitte wieder vernäht. Die aktive Phase der OP ist damit abgeschlossen.

Narkose:

Durch das in der Tumeszenzflüssigkeit enthaltenem Lokalanästhetika ist der operierte Körperbereich bereits lokal betäubt. Deshalb spürt der Patient keine Schmerzen sobald die Flüssigkeit injiziert ist. Die Operation dauert je nach Umfang ca. 30 Minuten bis 3 Stunden und kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Heisst: Der Patient kann bereits zeitnah nach der Schönheitsoperation die Klinik verlassen. Zwar wird eine Betreuung/Begleitung durch eine weitere Person benötigt, aber der Patient muss nicht zwingend beim Arzt verbleiben. Eine Vollnarkose ist meist nicht nötig. Das ist gut, denn jede Vollnarkose bedeutet ein grösseres Risiko...und auch höhere Kosten. Ist eine Vollnarkose gewünscht bzw. nötig, dann muss der Patient nach der OP erst einmal in der Klinik verbleiben (Minimum 1 Tag).

Nach der Operation

Sobald die Narkosemittel nachlassen, kommen Restschmerzen. Für diese Phase sollte der Operateur dem Patienten passende Schmerzmittel mitgeben. Da aus den, oft noch nicht vernähten Wunden, in den ersten 1-2 Tagen noch Flüssigkeit austritt werden hier oft Drainagen eingesetzt um den Abfluss zu verbessern. Das Tragen von eines Verbandes ist obligatorisch. Sind die Wunden einmal genäht, dann können die Fäden nach 8-10 Tagen wieder gezogen werden. In der ersten Zeit der Heilung, mindestens 5 Wochen, ist es nötig Kompressionswäsche/Mieder zu tragen. Das ist nötig, damit die Haut fest an den Körper gedrückt wird und wieder glatt mit dem abgelösten Untergrund verwachsen kann.

Die optische Erscheinung ist in der ersten Zeit nach der Operation für die meisten Patienten unbefriedigend. Denn die eingeführte Flüssigkeit führt zu Schwellungen und es werden max. 40% der Flüssigkeit bei der OP abgesaugt. Die restliche, im Körper verbliebene Flüssigkeit, bläht den Körper über Tage/Wochen auf und sorgt für Schwellungen. Diese gehen langsam....nach und nach, zurück. Daher sollte eine endgültige Beurteilung der Operation frühestens 2-3 Monate nach der OP erfolgen.




Sportliche Betätigung sollte frühestens 6 Wochen nach der Operation erfolgen, wenn der Arzt dazu grünes Licht gibt. Es ist wichtig diese Zeit abzuwarten, da zu früher Sport bereits verklebte oder verwachsene Haut lösen kann. Das führt zu mehr Narben, im schlimmsten Fall zu Dellen und Unebenheiten.

Nach der Operation kann man bei normalem Verlauf bis zu 10 Tage Arbeitsunfähig sein. Als Patient sollte man sich dementsprechend viel Arbeitsfreie Zeit (Urlaub) einplanen. Eine Krankmeldung/Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erfolgt seitens des Arztes nicht.

 



Mögliche Risiken und Komplikationen dieser Schönheitsoperation

Die üblichen Operationsrisiken, wie bei jeder Operation, sind Taubheitsgefühle, Blutergüsse sowie Nachblutungen, selten auch Infektionen und Wundheilungstörungen. Je nach Art und Umfang der Anästhesie und eingesetzten Schmerzmittel können Schwindel und Kreislaufprobleme auftreten. Das kann insb. In den ersten 24 Stunden nach der Op geschehen, weshalb die Begleitung des Patienten unbedingt notwendig ist.


Da der Arzt eine Kanülenlanze ins Gewebe des Patienten einführen muss, können dadurch theoretisch andere Körperbereiche verletzt werden wenn zu tief eingedrungen wird oder zu viel Flüssigkeit versucht wird abzusaugen. Ebenso ist es möglich das der Arzt zu nah an der Haut arbeitet, wodurch unerwünschte Ergebnisse entstehen wie z.B. die Dellenbildung, Faltenbildung oder eine ungewünschte Verformung des operierten Körperbereichs. Frühestens 6 Monate nach der Operation kann der Facharzt Nacharbeiten vornehmen, wenn der Patient mit dem Ergebnis unzufrieden ist.

Narben und Bleibendes:

Teils bleiben verhärtende Stellen im operierten Bereich zurück und die Haut kann hängen. Um die Haut zu straffen ist eine Hautstraffung in vielen Fällen direkt mit den Fettabsaugung zu kombinieren. Von der Operation bleiben kleine Narben von 5-10mm, dort wo die Einstiche zur Absaugung vorgenommen wurden.

Wahl des Arztes

Gerade beim Fett absaugen ist das können des Operateurs, sowie seine Einschätzung der Ästhetik wichtig. Eine Fettabsaugung sollte nur von einem, in diesem Bereich erfahrenem Arzt mit entsprechenden Referenzen, durchgeführt werden. Denn wer eine gute Bauchstraffung, oder ein optimales Gesichtslifting durchführen kann, kann noch lange nicht eine Liposuktion gut durchführen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere allgemeinen Tips und Hinweise zur Arztwahl eines Schönheitschirurgen. Der Arzt sollte Sie umfangreich, wenn nötig mehrmals, vor der Operation beraten.